Öffentliche Debatten über Themen wie Migration, Diversität, Antidiskriminierung und geschlechtersensible Sprache werden leidenschaftlich geführt. Doch hören wir einander noch zu? Schnell entsteht der Vorwurf, dass man nicht mehr sagen darf, was man denkt. Verlieren wir die Fähigkeit, andere Positionen zu akzeptieren? Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Kritik, populistischer Zuspitzung und demokratiegefährdender Ideologie? Das Veranstaltungsformat Unterhausdebatte möchte den gesellschaftlichen Austausch anregen und den respektvollen Dialog über Zukunftsfragen fördern. In dieser Debatte kam das Publikum zu Wort.
Die Ausstellung endete mit einer Lesung. Die Autorinnen wollen mit ihrem Buch Berührungsängste mit dem Thema Ableismus abbauen, ohne erhobenen Zeigefinger, mit einfachen Erklärungen und anhand anschaulicher Beispiele Barrieren und Ausschlussmechanismen der Dominanzgesellschaft offenlegen.
Die multimediale Ausstellung zeigte wie alltäglich Gewalt für viele Menschen mit Behinderungen ist - besonders in Systemen wie (teil-)stationären Wohneinrichtungen. Sie basiert auf dem Rechercheprojekt #AbleismusTötet von AbilityWatch e.V. und richtete sich an Fachkräfte, Angehörige, Betroffene, Entscheidungsträger:innen und die breite Öffentlichkeit. Die Ausstellung wurde mit einer Auftaktveranstaltung eröffnet. Die Journalistin Karina Sturm (AbilityWatch e.V.) hat über die Arbeit des Rechercheprojekts #Ableimus tötet berichtet und eine Einführung in die Thematik Ableismus gegeben.
In Karlas Familie wissen alle, wie es sich anfühlt, nicht dazuzugehören. Karla erlebt es als Kind in Bremen-Nord, ihr Vater Avi in einer Klosterschule in Jerusalem, die Großmutter Maryam als Gastarbeiterin in Deutschland und die Urgroßmutter Armine auf den Straßen von Istanbul. Einfühlsam und mit feinem Humor ging die in Bremen geborene ZEIT-Journalistin und Schriftstellerin Laura Cwiertnia den Spuren einer armenischen Familie über vier Generationen nach.
Eine Kooperationsveranstaltung der Armenischen Gemeinde Bremen, des Demokratiezentrums Bremen, der Bremer Chorwerkstatt und der Stadtbibliothek Bremen.
Das Demokratiezentrum Bremen zeigte am 04.02.2026 den bewegenden Dokumentarfilm „Until We Talk“ von Florian Mebes. Der Film begleitet die außergewöhnliche Freundschaft der israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten Rami Elhanan und Bassam Aramin, die durch den Verlust ihrer Töchter im Nahostkonflikt verbunden sind. Mit großer Sensibilität erzählt er von ihrem jahrzehntelangen Engagement für Dialog, Verständigung und Versöhnung – und den Herausforderungen, die dieser Weg mit sich bringt. Im Anschluss luden wir zu einem Gespräch mit Regisseur Florian Mebes ein.
Wie verändert sich Jugendarbeit, wenn migrantisierte, muslimische Lebenswelten nicht defizitär, sondern als Ressourcen im Sozialraum verstanden werden? Welche Rolle können Moscheegemeinden als Orte sozialer Arbeit einnehmen? Und was braucht es, damit Fachkräfte postmigrantische Realitäten nicht problematisieren, sondern als Ausgangspunkt solidarischer Praxis begreifen? Dabei sprachen wir auch darüber, wie wichtig es ist, dass sich Organisationen selbst kritisch hinterfragen – sowohl in der Jugendhilfe als auch zum Beispiel in muslimischen Gemeinden.
Das Demokratiezentrum Land Bremen und das Projekt Kelam von der Schura Bremen luden Fachkräfte der Jugendhilfe, Engagierte aus Moscheevereinen, Trägervertretungen und Interessierte herzlich ein, gemeinsam mit uns ins Gespräch zu kommen.
Kernaussagen zur Veranstaltung: Kernaussagen der Vorträge des Fachgespräches ‚Jugendarbeit mit Muslim*innen als Teil der postmigrantischen Gesellschaft‘ am 29.09.2025 (pdf, 682.1 KB)
Flyer zur Veranstaltung: Flyer: Jugendarbeit mit Muslim*innen als Teil der postmigrantischen Gesellschaft (pdf, 190.3 KB)
Die beiden Autor*innen stellten ihr gemeinsames Buch vor, das durch persönliche Erfahrungen sowie tiefgehende gesellschaftliche Analysen geprägt ist. Cheema, aufgewachsen in einem konservativ-muslimischen Elternhaus in Frankfurt, und Mendel, aufgewachsen in einem israelischen Kibbuz, bringen sehr unterschiedliche Lebensrealitäten mit – und genau das macht ihre Perspektiven so bereichernd. In ihren Essays setzen sie sich mit Themen wie Identitätspolitik, Bildung, Nahostkonflikt, Kolonialismus sowie religiöse und kulturelle Praxis auseinander.
Die Aufnahme der Veranstaltung finden Sie hier: Muslimisch-Jüdisches Abendbrot am 19.06.25 in Bremen
Die Schweizer Autorin Özlem Çimen berichtete in ihrem Debütroman Babas Schweigen über verdrängte Familiengeheimnisse. Zum Gedenktag stellte sie ihr Buch in einer Lesung vor. Zuvor fand eine Seelenmesse am armenischen Kreuzstein statt. Veranstalter waren die Armenische Gemeinde Bremen, das Demokratiezentrum und die Stadtbibliothek Bremen.
Der Fachvortrag beleuchtete die Lebensrealitäten von Rom*nja und Sinti*zze in Deutschland und thematisierte den tief verwurzelten Antiziganismus. Neben historischen Hintergründen standen aktuelle Herausforderungen im Fokus. Die Veranstaltung richtete sich an alle, die ein tieferes Verständnis für dieses Thema gewinnen und aktiv zur Bekämpfung von Antiziganismus beitragen möchten.
Kernaussagen zur Veranstaltung: Kernaussagen_Deutsche Lebensrealitäten – Perspektiven von Rom*nja und Sinti*zze (pdf, 604.8 KB)
Flyer zur Veranstaltung: Flyer_Deutsche Lebensrealitäten – Perspektiven von Romnja und Sintizze (pdf, 137.3 KB)
Im Fokus stand Antifeminismus als Ideologie, die bis in die sogenannte ‚Mitte der Gesellschaft‘ hineinreicht und an weitere menschenfeindliche Ideologien anschließt. Nach einer Einführung in die Thematik widmeten wir uns der mehr als hundertjährigen Geschichte antifeministischer Organisierung und warfen einen Blick auf ideologische Kontinuitäten, Brüche und Modernisierungen. Im Anschluss wurden schlaglichtartig einige aktuelle Kampagnen und Akteur_innen vorgestellt und kritisch eingeordnet. Schließlich wurden Anlaufstellen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Antifeminismus aufgezeigt und gemeinsam diskutiert.
Flyer zur Veranstaltung sowie weitere Informationen zum Internationalen Frauentag in Bremerhaven 2025: Flyer_Internationaler Frauentag in Bremerhaven 2025 (pdf, 2.2 MB)