Sie sind hier:

So wie wir sind. Deutsche Einheit mit Erinnerungslücken?

Die Veranstaltung wurde neu eingestellt

Podiumsdiskussion zu marginalisierten Perspektiven in Deutsch-Deutscher Geschichte und Gegenwart

Flyer zur Veranstaltung mit Titel und Datum

Wer erzählt den Osten – und wessen Perspektiven prägen bis heute unser Bild von Ostdeutschland? Die Geschichte der deutschen Einheit wurde lange vor allem als Ost-West-Erzählung verhandelt. Andere Machtverhältnisse wie Rassismus, Antisemitismus oder Sexismus blieben dabei oft ausgeblendet. Die Erfahrungen von Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarzen Ostdeutschen, den Kindern ehemaliger Vertragsarbeiter*innen und anderen marginalisierten Gruppen fanden nur selten Eingang in die öffentliche Erinnerung.

Mit Nhi Le, Katharina Warda und Marieke Reimann kommen drei prägende Stimmen der ostdeutschen Nachwendegeneration zusammen, die diese Erzählungen erweitern und neu zusammensetzen. Sie sprechen über Ostdeutschland als pluralen Erfahrungsraum – geprägt von Transformation, rechtsextremer und rassistischer Gewalt, aber auch von Solidarität, demokratischem Engagement und Widerständigkeit.

Gemeinsam diskutieren wir, welche Leerstellen die Debatten über Ostdeutschland bis heute prägen, wie sich der Blick auf die Nachwendezeit verändert, wenn bislang marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt rücken, und welche Erzählungen eine plurale, solidarische Gesellschaft heute braucht – nach der Einheit und nach den Wahlen.

Im Rahmen des globale° Festivals, und Begleitprogramms zu den Ausstellungen „So wie wir sind“ in der Weserburg Museum für moderne Kunst und „The Kids Are Not Alright“ im Syker Vorwerk.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen sowie Hinweise zur Barrierefreiheit finden Sie hier.

Veranstaltungsart
Podiumsdiskussion
Beginn
27.10.2026
Ende:
27.10.2026
Uhrzeit
17:00 - 19:00 Uhr
Veranstaltungsort
Weserburg Museum für moderne Kunst | Teerhof 20 | 28199 Bremen
Bemerkungen
Eine Veranstaltung des Netzwerk zum 3. Oktober in Kooperation mit globale°, Weserburg Museum für moderne Kunst, Syker Vorwerk- Zentrum für zeitgenössische Kunst, GRK „Contradiction Studies“, Arbeitnehmerkammer Bremen, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, und Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen und gefördert vom Demokratiezentrum Bremen.
Marktplatz mit Rathaus, Dom und Bürgerschaft · Dennis Siegel