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Jahresbericht der unabhängigen Beauftragten für Antidiskriminierung

im Jahr 2024 wurden mehr als 11.400 Menschen Diskriminierung gemeldet. Die meisten Menschen, die sich an uns wendeten, berichteten von rassistischer Diskriminierung. Am zweithäufigsten meldeten uns Menschen Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung oder chronischen Krankheit. Am dritthäufigsten meldeten sich Hilfesuchende wegen Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts oder der Geschlechtsidentität.

Antimuslimische Vorfälle in Deutschland 2024

2024 erreicht die Zahl antimuslimischer Vorfälle mit 3080 dokumentierten Fällen einen alarmierenden neuen Höchststand. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit ein Anstieg dokumentierter antimuslimischer Vorfälle um 60% zu verzeichnen. Täglich ereigneten sich im Durchschnitt mehr als 8 antimuslimische Vorfälle.

Antiziganistische Vorfälle in Deutschland 2024

Der nun vorliegende dritte Jahresbericht dokumentiert für 2024 insgesamt 1.678 antiziganistische Vorfälle. Auf den ersten Blick mag der Anstieg der Fälle weniger dramatisch erscheinen als im Vorjahr. Die Zahlen zeigen weniger als bisher die erfolgreiche Verankerung einer neuen Meldestruktur, sondern geben Auskunft über gesellschaftliche Entwicklungen und Tendenzen. Antiziganismus ist nach wie vor verbreitet, nach den Erkenntnissen und Erfahrungen von MIA spitzt sich die Situation noch zu.

Antisemitische Vorfälle in Deutschland 2024

Das Ausmaß und die Qualität antisemitischer Vorfälle in Deutschland ähnelten auch 2024 stark dem Zustand in den ersten Monaten nach den Massakern im Oktober 2023.2 Eine Entspannung der Situation war im Zeitraum dieses Berichts nicht zu erkennen. Vielmehr hielt die Dynamik an.
Marktplatz mit Rathaus, Dom und Bürgerschaft · Dennis Siegel