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#denk_net: No hate-speech

Das ServiceBureau Jugendinformation in Bremen entwickelt gemeinsam mit der Fachstelle Rechtsextremismus und Familie bzw. dem LidiceHaus im Rahmen des Projektes #denk_net seit dem 01.08.2017 Workshops zum Umgang mit Hate Speech, Fake News und Verschwörungsideologien. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm Demokratie leben!.

Ziel des Konzeptes ist es, jungen Menschen eine kritische Informationskompetenz in den Bereichen „Hate Speech“ und Verschwörungsideologien zu vermitteln und sie mittels Projekten, Methoden und praktischen Hilfestellungen in ihrem Medienhandel zu stärken.
Dieses Konzept versucht – anders als die bisherigen Methodenanleitungen – mit Jugendlichen nicht nur auf der rein kognitiven Ebene zu arbeiten. Bislang gibt es einige pädagogische Konzepte zur schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, die sich mit dem Thema „Hate Speech“ befassen. Diese setzen meistens auf die kognitiven Fähigkeiten der Jugendlichen, in dem sie einen kritischen Umgang mit „Hate Speech“ auf einer rein formalen Ebene vermitteln. Hassreden bzw. -posts im Internet sind jedoch in der Regel höchst emotional aufgeladen und die Weltbilder, die dort imaginiert und vertreten werden, sind kognitiv nicht immer erklärbar. Der Annahme folgend, dass ein Anknüpfen an die kognitiven Fähigkeiten der Jugendlichen nicht ausreicht, um die Inhalte, die im Internet verbreitet werden kritisch zu hinterfragen, bieten wir ein Konzept, das auf einer emotionalen Ebene ansetzt. Dabei knüpfen wir direkt an den Alltag der Jugendlichen an und vermitteln ihnen durch den Einsatz methodischer Elemente, eine Sensibilität für den Wahrheitsgehalt der Inhalte, die im Internet Verbreitung finden.