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EIN FACHTAG VON VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN IM NORDEN

Projekte und Programme gegen Rechtsextremismus und Gewalt

Das BIld zeigt den Titel des Fachtages, PNG, 30.2 KB

Mit Vorträgen von

Lynn Berg | Wissenschaftliche Referentin, Leitung des Themenbereichs Rechtspopulismus, soziale Frage und Demokratie am FGW, Düsseldorf
Gesellschaftliche Desintegrationsprozesse- Eine Gefahr für die Demokratie? Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf autoritäre Entwicklungen in Gesellschaft und Politik

Dr. Sebastian Winter | Verwaltungsprofessur für Heilpädagogik, an der Hochschule Hannover, Mitherausgeber „Freie Assoziation. Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie“
Die Wiederkehr des Autoritären Charakters. Warum extrem rechte Weltanschauungen affektiv attraktiv wirken können

23.10.2019 von 10- 17.00 Uhr

Hier finden Sie den Flyer mit dem kompletten Ablauf

PDF Flyer Fachtag 23.10.2019 Demokratie in Gefahr? (pdf, 403.9 KB)
PDF Tintensparende Druckvariante Flyer Fachtag 23.10.19 Demokratie in Gefahr? (pdf, 140.2 KB)

WORKSHOPS

1. Gemeinsam Integration und sozialen Wandel in Kommunen gestalten

Immer wieder kommt es in Kommunen zu Konflikten im Kontext Migration und Integration. Diese unbearbeitet zu lassen, verstärkt Desintegrationsprozesse. Im Workshop werden Möglichkeiten der kommunalen Konfliktberatung in diesem Zusammenhang diskutiert. Das Forum Ziviler Friedensdienst und das Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg stellen ihre Beratungsansätze, Erfahrungen und Methoden am Beispiel der Stadt Ludwigslust dar. Was sind in diesem Kontext kommunale Konflikte und wie gehen Kommunen mit diesen um? Wie kann demokratische Teilhabe für alle ermöglicht werden und wodurch?

Referent*innen: Antonie Armbruster-Petersen (Kommunale Konfliktberaterin in Ludwigslust, Forum Ziviler Friedensdienst), Mirko Kurmann (Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg)

2. Gehirnwäsche oder Selbstbestimmung? Einflussnahme von Sozialen Medien auf die Meinungsbildung

Soziale Medien ermöglichen Nutzerinnen und Nutzern den Zugang zu einer Vielzahl an Meinungen und Informationen sowie die aktive Beteiligung an öffentlichen Debatten. Inwiefern können soziale Medien in Zeiten von Social Bots, Fake News und algorithmischen Verschränkungen das öffentliche Meinungsklima beeinflussen? Sind wir sozialen Medien und ihren technischen Besonderheiten hilflos ausgeliefert und was können wir tun, um einer möglichen Gefährdung der Demokratie und einem einseitigen Einfluss auf die Meinungsbildung durch soziale Medien entgegenzuwirken?
Diese und viele weitere Fragen kursieren aktuell in öffentlichen Debatten und berühren damit eine Reihe von wichtigen medienpädagogischen Themenfeldern. Anknüpfend an diese Fragen sollen Potenziale, Ansprüche und Fallstricke digitaler Medien für die demokratische Meinungsbildung aufgezeigt und vor dem Hintergrund der individuellen Erfahrungen der Teilnehmenden diskutiert werden.

Referent*innen: Dr. Josephine B. Schmitt (Center for Advanced Internet Studies (CAIS), Bochum), Julian Ernst (Arbeitsbereich für Interkulturelle Bildungsforschung, Universität zu Köln)

3. Die Neue Rechte- Neuer Wein in alten Schläuchen?

Bücher der Neuen Rechten erscheinen auf Bestsellerlisten, ihre Inhalte werden in Talkshows verbreitet und Aktionen ihrer Anhänger*innen füllen Titelseiten von Tageszeitungen. In den seltensten Fällen wird dabei die zugrundeliegende Ideologie beleuchtet. Diese schürt Ängste vor gesellschaftlichen Veränderungen und gibt sich dabei in einer vermeintlichen Distanz zur gesellschaftlich oft negativ belegten »alten Rechten«. Ihre Strategie ist, die Grenze des Sagbaren immer weiter zu verschieben und damit Werte der Aufklärung verhandelbar zu machen.
Dieser Versuch geht auf, wenn sich die Konzepte und Begriffe der sogenannten Neuen Rechten in der Gesellschaft verbreiten und unwidersprochen stehen bleiben. Wir schauen uns Ideologie, Selbstverständnis, Aktionsformen, Argumentationen sowie Verbindungen zu anderen Gruppierungen in der extremen Rechten an.

Referent: Achim Bröhenhorst (Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen,Bereich Prävention von Rechtsextremismus)

4. Seitenwahl – ein Projekt zur Radikalisierungsprävention

Wir sensibilisieren in den Themenfeldern Vorurteil, Rechtsextremismus und Rechtsradikalisierung. Dazu gehen wir u.a. an Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe. Unsere Workshops- und Seminarangebote richten sich an Schüler*innen und jugendliche Peers. Die erreichten Multiplikator*innen werden in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und bei ihrer Entwicklung zu politisch denkenden und handelnden Menschen unterstützt. Das Projekt ist ein Modellprojekt, das durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« und der Stadt Wolfsburg gefördert wird.
Im Workshop stellen wir die Arbeit des Projektes Seitenwahl vor und führen exemplarisch einige Übungen durch.

Referentin: Barbara Haferkamp- Weber (Seitenwahl: Projekt zur Radikalisierungsprävention, Zentrum Demokratische Bildung)

5. Demokratie vermitteln! Impulse für Demokratie am Beispiel des Aktionskalenders 2019/2020

In dem Workshop wird gemeinsam erarbeitet, wie junge Menschen Demokratie erfahren und erlernen.
Hierzu wird ein demokratiepädagogisches Angebot – der „Aktionskalender 2019/2020: Impulse für Demokratie“ genutzt. Zunächst werden demokratiepädagogische Erwägungen zur Vermittlung eines demokratischen Bewusstseins, die auch dem Kalender zugrunde liegen, besprochen. Es schließen sich praktische Übungen an, die anhand einzelner Impulse aus dem Aktionskalender durchgeführt werden. Abschließend bündeln wir die gewonnenen Erkenntnisse und ziehen weiterführende Schlüsse für die demokratiebildende Arbeit in diversen Kontexten.

Referent*innen: Medi Kuhlemann, Fachstelle für Demokratiepädagogik der Aktion Kinder- und Jugendschutz SH e.V. und Landeskoordination für Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, Marianne Witt, Kontakt- und Fachstelle für Partnerschaften für Demokratie, Landesdemokratiezentrum Schleswig-Holstein

6. Demokratie in Betrieb und Dienststelle

Die betriebliche Mitbestimmung ist elementarer Bestandteil unserer Demokratie. Sie bietet Beschäftigten die Möglichkeit, direkt auf ihre Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen Einfluss zu nehmen und damit einen wesentlichen Teil ihres Lebens aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig bewegt sich Mitbestimmung immer auch im Spannungsfeld zwischen Demokratie einerseits und Betrieb als hierarchischer Institution andererseits. Wir wollen deshalb fragen: Welche Erwartungen haben die Beschäftigten an Partizipation und Demokratie im Betrieb und wie kann ihnen entsprochen werden? Welchen Stellenwert hat die betriebliche Mitbestimmung in unserer Demokratie und wie kann sie als ein wichtiger Baustein gefördert werden? Und wie kann Mitbestimmung genutzt werden, um die Demokratie insgesamt stärken?

Referent*in: Dr. Klaudia Tietze, Mach’ meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.

ANMELDUNG

Ab jetzt unter anmeldung-demokratiezentrum@soziales.bremen.de

Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Institution und Ihren Kontakt an.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei erreichbar.

INFORMATION

Datum: 23.10.2019

Zeit: 10.00-17.00 Uhr

Ort:
m|Centrum | Buntentorsteinweg 24/26 | 28201 Bremen (hier startet die Veranstaltung)
und
Kulturzentrum Kukoon | Buntentorsteinweg 29 | 28201 Bremen

Beide Veranstaltungsorte befinden sich direkt gegenüber.

Übernachtung:
Hotelkontingent gebucht im Best Western Hotel zur Post (Bahnhofsplatz 11, 28195 Bremen),
Stichwort »Verantwortung übernehmen im Norden«

Anreise:
15 Min. mit der Straßenbahn 4 Richtung Arsten ab Bremen Hbf.
Eine Anfahrtsbeschreibung mit Parkmöglichkeiten siehe hier: m|Centrum

Veranstalter*in: Verantwortung übernehmen im Norden – Projekte und Programme gegen Rechtsextremismus und Gewalt - Eine Kooperation der Landespräventionsräte Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg, dem DGB Nord sowie dem Demokratiezentrum Land Bremen gemeinsam mit dem Zentrum Demokratische Bildung angesiedelt bei Arbeit und Leben

Hinweis

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die durch demokratie-, menschen- oder verfassungsfeindliche Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu unseren Veranstaltungen zu
verwehren oder sie von diesen auszuschließen. Hierzu zählen insbesondere Personen, die neonazistischen oder extrem rechten oder sonst extremistischen Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten oder sonst einer extremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, homosexuellen- oder transfeindliche Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind.