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Veranstaltungsreihe Rechter Terror in Deutschland

Lübcke. Halle. Hanau.
Schlagworte der jüngsten rechtsterroristischen Geschichte in Deutschland. Rechter Terror ist in Deutschland aber kein neues Phänomen. Die »Wehrsportgruppen« der 70er, das Oktoberfestattentat 1980, die rassistisch motivierten Brandanschläge in Mölln und Solingen Anfang der 90er Jahre, die Morde des NSU – dies sind nur einige Beispiele einer rechtsterroristischen Kontinuität in Deutschland nach ’45.

Frauenhass. Antifeminismus. Männlichkeit.
Angriffe auf Frauen werden als Beziehungstat abgetan. Die Tatsache, dass rechtsterroristische Täter*innen größtenteils männlich sind und Frauenhass Inhalt vieler Bekenner*schreiben ist, wird kaum thematisiert.
Antifeminismus ist stark anschlussfähig und geht einher mit der Ablehnung einer liberalen Gesellschaft.

Einzeltäter. Beziehungstat. Fremdenfeindlicher Anschlag.
Deutsche Medien tun sich schwer mit der Benennung von Rassismus, Antisemitismus, Frauenhass und Sozialdarwinismus als Motive rechtsterroristischer Taten. Die Betroffenenperspektive gerät in den Hintergrund. Eine starke Täter*innenfokussierung in der Berichterstattung und die Verbreitung der Bilder und Manifeste unterstützen die Selbstinszenierung von Täter*innen.

Mit der Veranstaltungsreihe wollen wir uns der Kontinuität rechtsterroristischer Taten, ihren Motiven, dem gesellschaftlichen Umgang und ihrer Wirkung auf die Betroffenengruppen widmen und Problemstellungen diskutieren.

Bei Übersetzungsbedarf melden Sie sich bitte beim Demokratiezentrum (mindestens 2 Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung) unter demokratiezentrum-rex@soziales.bremen.de

Alle Veranstaltungen sind kosten- und die Veranstaltungsräume barrierefrei.

Hier finden See den Veranstaltugnsflyer zum Download Flyer Rechter Terror in Deutschland (pdf, 183.2 KB)

Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die durch demokratie-, menschen- oder verfassungsfeindliche Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu unseren Veranstaltungen zu verwehren oder sie von diesen auszuschließen. Hierzu zählen insbesondere Personen, die neonazistischen oder extrem rechten oder sonst extremistischen Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten oder sonst einer extremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, homosexuellen- oder transfeindliche Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind.

03.09.2020

Diese Veranstaltung wird auch digital verfügbar sein

Kontinuitäten- Vortrag von Matthias Quent

Die Ermordung von Walther Lübcke, der antisemitische Anschlag in Halle, das rassistische Attentat in Hanau: Allein in den vergangenen neun Monaten töteten Rechtsterroristen in Deutschland 13 Menschen. Die Blutspur rechter Gewalt zieht sich bereits seit Jahrzehnten durch die Bundesrepublik. Und auch international nehmen die Vernetzung und das Gewaltpotential der extremen Rechten zu. Welche Bewegungen und Strategien stehen hinter diesen Entwicklungen? Was machen solche Hassverbrechen mit den Betroffenen und mit unserer Demokratie? Warum wurde die rechte Gewalt so lange verharmlost? Welche Verantwortung tragen Rechtsaußenparteien?
Der Vortrag gibt Einblicke in Entwicklungen, Hintergründe und Dynamiken der rechten Radikalisierung und zeigt, was wir alle dagegen tun können.

Referent Dr. Quent ist Soziologe und Gründungsdirektor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Politische & öffentliche Soziologie, Demokratie- und Rechtsextremismusforschung. Dazu war er Sachverständiger für die NSU Untersuchungsausschüsse des Thüringer Landtags (2012 & 2017), des Deutschen Bundestags (2016) sowie des sächsischen Landtags (2017) und für die Stadt München (2017).

Mit der Veranstaltungsreihe Rechter Terror in Deutschland wollen wir uns der Kontinuität
rechtsterroristischer Taten, ihren Motiven, dem gesellschaftlichen Umgang und ihrer Wirkung auf die Betroffenengruppen widmen und Problemstellungen diskutieren.

Veranstalter*in: Demokratiezentrum Land Bremen
Datum: 03. September 2020
Zeit: 19.00 - 21.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)
Ort: Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4, 28195 Bremen

Der Vortrag wird auch digital verfügbar sein, da die Raumkapazitäten durch die Abstands-Regelungen limitiert sind.
Wenn Sie vor Ort teilnehmen wollen melden Sie sich bitte mit Ihrem Namen, ihrer Institution und Emailadresse an unter anmeldung-demokratiezentrum@soziales.bremen.de

Die Veranstaltung ist kostenlos und die Räumlichkeiten barrierefrei.