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28.11.2018

Die ‚Neue Rechte‘- Herausforderungen in der pädagogischen und sozialen Arbeit

Im Zuge der medialen Debatten zu rechtsextremen Vorfällen, menschenverachtenden Einstellungen oder rassistischen Äußerungen fällt immer wieder der Begriff der ‚Neuen Rechten‘. Doch wer oder was verbirgt sich genau hinter diesem Sammelbegriff? Und welche Strategien stehen dahinter?

Zeitgleich sehen sich verschiedene Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Träger*innen von sozialen Einrichtungen und Demokratieprojekten, durch Unterstellungen und Skandalisierung, der Delegitimierung ihrer Arbeit ausgesetzt. Dagegen beziehen sie öffentlich Stellung und unterstreichen ihre Haltung für Menschenrechte, für eine demokratische Kultur und sprechen sich gegen Diffamierungen sowie für fachliche Diskussionen aus.

Wie hängen die verstärkte Sichtbarkeit der ‚Neuen Rechten‘ und die Angriffe auf Institutionen der pädagogischen und sozialen Arbeit zusammen? Was bedeutet eine Diskursverschiebung nach rechts für die Praxis? Welche Herausforderungen erwarten Fachkräfte diesbezüglich?
Über diese Fragen möchten wir mit Mitarbeitenden der pädagogischen und sozialen Arbeit sprechen und gemeinsam Handlungsstrategien diskutieren. Dafür gibt der Fachtag zu Beginn einen Überblick über die theoretische Vordenker*innen, Akteur*innen, Institutionen, Konzepte und Ideologien der ‚Neuen Rechten‘ und erläutert deren Strategien. In Kleingruppen können anschließend die Herausforderungen für die pädagogische Praxis formuliert und Antworten erarbeitet werden. Der zweite Teil widmet sich wissenschaftlichen und praktischen Beispielen für die Arbeit mit Jugendlichen im Themenfeld ‚Ablehnungshaltungen‘ und ‚Neue Rechte‘. Diese und weitere Handlungsstrategien wollen wir abschließend gemeinsam diskutieren und Erfahrungen aus der Praxis in Deutschland und Österreich austauschen.
Ergänzend informiert ein Projektspot über Beratungsangebote und Projekte zu den Themenfeldern ‚Rechtsextremismus‘ und ‚gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit‘ im Land Bremen und darüber hinaus und bietet die Möglichkeit zum Austausch.

Ablauf

10.00- 10.15 Begrüßung

10.15- 11.15 Vortrag: Die ‚Neue Rechte‘- Ein Überblick| Natascha Strobl | Politikwissenschaften| Wien

11.15 -11.30 Kaffeepause

11.30- 12.30 Thementische: Herausforderungen in der pädagogischen und sozialen Arbeit

12.30- 13.00 Zusammenfassung und Projektspot

13.00- 13.30 Mittagspause

13.30- 14.30 Vortrag: Ablehnungshaltungen von Jugendlichen| Dr. Nils Schuhmacher| Kriminologische Sozialforschung| Universität Hamburg

14.30- 15.30 Vorstellung: Projekt „DEKONSTRUKT“| Pädagogische Handlungsmöglichkeiten, Zugänge und Distanzierungsarbeit im Feld der "Neuen Rechten"| Hamburg

15.30 - 15.45 Kaffeepause

15.45 – 17.15 Podium: Haltung zeigen und handlungsfähig bleiben- Kritische Praxis im gesellschaftlichen Kontext
| Natascha Strobl, Politikwissenschaftlerin, Wien
| Ute Neumann, DGB Niedersachsen- Bremen- Sachsen-Anhalt
| René Bellinghausen, SJD-Die Falken Bremerhaven
| Dr. Marcus Meyer, Denkort Bunker Valentin, Bremen
Moderation: Rebecca Ruff

17.30 Ende

Anmeldung und Informationen

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich

Anmeldung

Bitte melden Sie sich unter demokratiezentrum-rex@soziales.bremen.de unter Angabe Ihres Namens und Arbeitsfeldes an.
Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Der Anmeldeschluss ist der 14. November 2018.

Für diese Veranstaltung kann Bildungszeit beantragt werden:

Die Veranstaltung ist nach dem Bremischen Bildungszeitgesetz (BremBZG) i.V. mit der Verordnung über die Anerkennung von Bildungszeitveranstaltungen nach dem Bremischen Bildungszeitgesetz (BremBZG-VO) anerkannt.

Veranstalterin: Koordinierungsstelle Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit des Demokratiezentrum Land Bremen

Datum: 28. November 2018

Zeit: 10- 17.30 Uhr

Ort: Die Theo| Lutherstrasse 7| 27576 Bremerhaven

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind oder treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Anfahrt: Die Theo, Lutherstrasse 7, 27576 Bremerhaven

ÖPNV: Mit dem Zug bis Bahnhof Bremerhaven- Lehe. Buslinien 501,502,508,509 bis Haltestelle Ernst-Reuter Platz.

PKW: Parkplätze befinden sich in den Nebenstraßen Ernst-Reuter-Platz und Wilhelm–Kaisen Platz. Zudem befinden sich am Haus zwei behinderte gerechte Parkplätze.